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September 2015

Über 200 Augenärzte zu Gast bei ARTEMIS

Am Mittwoch fand bei ARTEMIS die größte augenheilkundliche Fachveranstaltung Hessens statt. Über 200 Augenärzte informierten sich über Neuigkeiten aus der Augenheilkunde, die auch für Patienten von interessantem Nutzen waren. Wir haben die zwei wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Herkömmliche LASIK ausgereifter als neue Smile-Verfahren: ARTEMIS-Augenarzt Dr. Robert Löblich stellte eigene Erfahrungen bei der LASIK vor und verglich diese bewährte Methode zur Korrektur der Fehlsichtigkeit mit dem neuen Verfahren Smile-Verfahren. Die klassische Augenlaserkorrektur LASIK wird in Deutschland seit über 20 Jahren praktiziert und wurde stetig durch neue Lasergeräte weiterentwickelt. „Mit einem LASIK-Gerät der neuesten Generation erzielen wir sehr sichere Ergebnisse und in 95 Prozent aller Behandlungen eine Zielgenauigkeit von +/- 0,5 Dioptrien“, erklärte der Spezialist. „Das sind noch etwa 10 Prozent mehr als der LASIK-TÜV verlangt.“ Der LASIK-TÜV ist ein Prüfsiegel für Kliniken und Arztpraxen, die LASIK-Operationen anbieten. Das Zertifikat ist ein objektiver Nachweis von hohen Standards sowohl im Qualitätsmanagement, im ärztlichen Fachwissen als auch im hygienischen Bereich. Den Vergleich zu der neuen Smile-Methode, braucht die herkömmliche LASIK nicht zu scheuen. Zwar seien dort die Blendeffekte in der Dämmerung geringer, das bisherige Verfahren wäre allerdings präziser und besser ausgereift. „Unserer Einschätzung nach hat die LASIK noch einige Jahre lang einen technischen Vorsprung gegenüber dem neuen Verfahren“, so Dr. Löblichs Fazit.

Makuladegeneration – Nahrungsergänzung mit Lutein sinnvoll: Über ein ebenso praxisnahes Thema referierte auch Prof. Dr. med. Jens Dawczynski aus Leipzig, der sich dem Krankheitsbild Makuladegeneration widmete. An der Erkrankung, die die Hauptursache für Erblinden im Alter ist, leiden allein in Hessen etwa 200.000 Patienten. Bei einigen Patienten helfen Injektionen bestimmter Medikamente in das Auge. Dr. Dawczynski widmete sich in seinem Vortrag der Frage, ob die Ernährung Einfluss auf die Krankheit hat und stellte dazu eigene Studien vor. Er wies darauf hin, dass eine gesunde Ernährung mit viel grünem Blattgemüse wie Brokkoli und Spinat, den wichtigen Stoff Lutein enthält. Dieser wiederum beeinflusst die Erkrankung deutlich positiv. Im fortgeschrittenen Stadium der Makuladegeneration sei auch die Nahrungsergänzung mit Lutein wichtig. Betroffene sollten dies mit ihrem behandelnden Augenarzt besprechen. Zudem seien eine fischreiche Diät sowie der Verzicht auf die Zigarette wichtig für Betroffene.

Die anwesenden Augenärzte informierten sich darüber hinaus auch über Hornhaut-Operationen, berufspolitische Themen und über die Evolution der Iris.